Es kann nur einen geben!
September 11, 2011 in Allgemein, Berlin, Fundstücke, Politik, slider, Spandau von Sven
Die Parteien arbeiten auf Hochtouren – die heiße Phase des Wahlkampfs zum Abgeordneten Haus und den Bezirken läuft schon eine Weile. An Wahlplakaten und -ständen kommt man nicht mehr vorbei. Schauen wir einmal worum es dabei geht.
Viele Bürger schimpfen auf die Politik,denken “Was kann ich schon machen!”. Das ist ganz einfach, denn es kann nur einen geben der DEIN KREUZ macht. Aber Augen auf, wo du dein Kreuz machst.
Zunächst der Blick nach Berlin:
Das letzte Fernseh-”Duell” zwischen Rot und Grün verlief selbst für Wowi überraschend. Während er laut Mitarbeitern des Studios einige Tage zuvor nach der Auseinandersetzung mit Frank Henkel wutschnaubend – seine Niederlage sich wohl bewusst sein? – verließ, überraschte Frau Künast den Berlin-Verwaltenden mit ihrer in der ersten Runde angebotenen Aufgabe. Irgendwo hab ich die “Auswertung” des Duells gehört die mich schmunzeln ließ:
Frau Künast wollte in der ersten Runde des Duells schon unter die Bettdecke Wowereits. Warum der sich darüber nicht freut sei der Phantasie eines jeden Einzelnen überlassen!
Fühlen Sie sich verstanden? Fühlen Sie sich verstanden vom Abgeordneten Ihres Wahlkreis? Ich nicht – zumindest nicht mit der Direktkandidatin, die selbst nicht in Staaken wohnt. Ich hab eher Angst, dass mich meine Abgeordnete – die so von ihrem Wahlkreis überzeugt ist, dass Sie hier nicht einmal mehr selbst wohnt – eher hinterrücks attackieren würde. Aber das ist ein anderes Thema, später dazu mehr.
Zurück zum vorherigen Thema: die Grünen haben also schon aufgegeben, die Linken … sprechen wir nicht drüber, die haben selbst schon zu viele Worte gemacht. Bleiben noch die Piraten. Eine Interessengruppe, die sich zur Partei zusammenfindet. Einige interessante Ansätze, aber noch lange nicht in allen relevanten Bereichen gibt es eine Meinung, eine Orientierungshilfe wie die Piraten ticken. Abschließend noch der Blick auf die CDU. Klare Lösungsansätze für ganz Berlin – inklusive aller Randbezirke aber ein Spitzenkandidat für den rote Teppiche nicht so wichtig sind wie die Bürger. Der die Mehrheit der Berliner vertritt, ihnen zuhört und sie versteht, für den es nicht relevant ist ob ein Bürger einen Promifaktor besitzt oder nicht.
Kommen wir nun zu Spandau:
Wir haben zwei Bürgermeisterkandidaten wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Der eine mit jahrelanger Erfahrung als Stadtrat, der andere seit geraumer Zeit Schuldirektor. Auch hier finden wir wieder den Unterschied zwischen verstehen wollen und tatsächlich verstehen. Während der eine auch mit kritischen Fragen die Aussprache sucht, versteckt der andere sich hinter fadenscheinigen Antworten. Während der eine von Lösungen spricht, findet der andere sie bereits – na gut, als Stadtrat ist er da möglicherweise auch im Vorteil.
Über meine Staakener Kandidaten habe ich ja bereits gesprochen. Auch heute bin ich auf Heiko Melzer getroffen, der in seinem Bezirk unterwegs war, für ein kurzes “Hallo” und ernstgemeintes “Wie geht es?” immer Zeit. Seinen Kollegen Matthias Brauner konnte man heute erleben. Als Wohnungspolitischer Sprecher der CDU hat er heute zusammen mit dem Spandauer Mieterverein für Verbraucherschutz e.V. Fragen der Bürger beantwortet rund um das Thema Mieten, Mietenentwicklung, Nebenkostenabrechnung etc. Wären alle Politiker so engagiert, so von ihrem Thema begeistert … kaum vorstellbar, praktikable Politik. Um es nochmal auf den Punkt zu bringen warum ich überhaupt schreibe: Geh wählen! Mach dein Kreuz! Wenn du nicht weißt wo, dann informier dich! So hab ich es auch gemacht!



Wird es hier noch mehr zu Spandaus Bürgermeisterkandidaten geben? Oder zu dem Abstieg Spandaus auf oder unter das Niveau der ärmsten Bezirke? Gibt es eine Partei mit Zukunftskonzepte für Spandau? Das wäre doch mal interessant, oder?
Hallo Andreas,
ich werde nicht mehr viel vor der Wahl zu beiden Kandidaten schreiben. Das hat mehrere Gründe. Über den Einen (Carsten Röding) ließt man auf vielen Seiten (z.B. mein-spandau.info, cdu-spandau.de, carsten-roeding.de, spandau.de), tja, und der andere verweigert sich ja der ein und anderen Anfrage, ich möchte ja nicht sagen, dass er halt nichts tut. Aber es ist doch schon verwunderlich, dass Herr Kleebank nur selten alleine bzw. erst in den letzten Tagen alleine zu Veranstaltungen “darf”. In der Regel ist Raed Saleh oder einer der anderen “Führungsköpfe” der SPD Spandau dabei und muss Fragen beantworten.
Immerhin schafft es Herr Kleebank die politischen Mitbewerber zu grüßen, eine Eigenschaft die weder Frau Grosse noch Frau Tesch noch an den Tag legen.
Hallo Sven,
der Wahlkampf scheint mir insgesamt sehr mau zu sein, angesichts der Probleme hier. Wo bleiben die Ideen für die Zukunft, die scheint mit keiner der Kandidaten zu haben.
… und auch keine der Parteien, das ist das Dilemma – wählen werde ich trotzdem gehen
Auf http://www.mein-spandau.info/wahl-spandau-waehlen-gehen_id4038/trackback/ gibt es einige Informationen warum wählen, ich kann nur den Tipp geben, dem die Stimme zu geben, der die letzten 5 Jahre am meisten bewegt hat. Wer das ist, kann muss jeder selbst entscheiden. Meine Stimme gibt es auf jeden Fall nicht für Parteien und Kandidaten die mir drohen.
Wer bitte hat in den letzten 5 Jahren am meisten bewegt? Ich muss spontan laut lachen wenn ich so was lese. Warum ist Spandau seit 10 Jahren auf dem absteigenden Ast? Darüber sollte man mal nachdenken!