Die BGH als Nabel Spandaus?

Bild: LSB Berlin

Das Thema Bruno-Gehrke-Halle war ja bereits im ersten Halbjahr 2010 Thema mit dem sich die SPD positionieren wollte. Auslöser war das von SPD-Jugendstadträtin Meys geführte Resort. Hier wurden “Hilfen zur Erziehung” kontrollos – daher nicht nachzuvollziehen ob berechtigt oder unberechtigt  – gewährt. Rund 20 Mio Euro Schulden waren das Resultat. Es muss also gespart werden! Daher wurde der Mietvertrag des Bezirks mit der BIMA für die BGH gelöst. CDU-Baustadtrat Röding verhandelte mit der BIMA, so dass die BGH nun für 16.500 Euro anstelle von 90.000 Euro genutzt werden kann.

 

 

Eigentlich dachte man, dass das Thema nun geklärt sei. Doch die Vereine sind unzufrieden mit der Situation und die SPD macht die BGH wieder zum Thema – zum Wahlkampfthema! Dazu gab es am 10.02.2011 eine Diskussionrunde mit Bürgermeisterkandidat Kleebank und dem Spandauer SPD-Vorsitzenden Raed Saleh.

Herr Saleh eröffnete den Abend und stellt klar, dass es für die SPD keine Standortalternative zur BGH gibt. Die BGH liegt im Schnittpunkt von 3 Problemkiezen. Daher ist die BGH nicht nur als Sport sondern auch als Bürgerhalle wichtig.
Im Anschluss erhielt Herr Kessling das Wort – SPD-BVV-Abgeordneter und Vorstandsmitglied des FitnesClub der sich in den unteren Räumen der BGH eingerichtet hat. Herr Kessling sprach von Willkür der Bezirksverwaltung in Bezug auf die erfolgte Kündigung. DIe BIMA habe schon immer Interesse gehabt mit den Verinen direkt zu verhandeln und die Halle zu günstigen Konditionen zu vermieten. Herr Kessling betonte die Unzufriedenheit der Vereine die trotz Mietkosten von 16.500 Euro bis September 2011 – alleine 5.000 Euro stiftete Sven Ottke, der in der BGH seine sportliche Heimat hat, mit seiner Stiftung – die Reinigung und Verwaltung sowie kleine Instandhaltunsarbeiten erledigen müssen.
“Die Ballsporthalle und oberen Räume müssen ans Netz!” Das klappt aber nur wenn die Mieter nicht Angst aufgrund eines Sonderkündigungsrechts bei defekter Heizhungsanlage haben. Im Gegensatz zu Herrn Kleebank und Saleh behauptet Herr Kessling:” Die CDU will die Halle nicht!” Er, der FitnesClub und die SPD Spandau würden die Halle aber nicht kampflos aufgeben.

Im Anschluss ergriff Herr Kleebank das Wort und schilderte seine Vision der BGH. “So ein Gesamtkonzept sei natürlich schwieriger umzusetzen wie eine Kündigung und Bedarf Ideen und Engagement.” Aber genau so etwas entwicklen ist Lokalpolitik.  Herr Kleebank sieht in Zukunft die GBH nicht als reine Sporthalle sondern als Jugend-, Bildungs- und Sportzentrum.

Die Anschließende Gesprächsrunde konnte ich nur noch zu Beginn beiwohnen. Folgende Informationen und Gedanken wurden dabei geäußert:
Vor ca. 1 1/2 Jahren wurde durch den Sportbung jeder Raum der BGH begutachtet und es wurde ein Nutzungs- und Renovierungskonzept erstellt. Dies läge auf jeden Fall Herrn Hanke – zum damaligen Zeitpunkt zuständiger Stadtrat – vor. 400 – 500.000 Euro seien notwendig um die nächsten 10 Jahre die Halle in eine reibungslosen Betrieb zu nutzen.

Ein Mitarbeiter von “Stark ohne Gewalt” ergänzte dazu, dass 8 Jugendlichen die nicht straffällig werden weil sie z.B. durch Einrichtungen wie die BGH “Anderes zu tun haben” eine Ersparnis von 400.000 brächten.

Ein Mitarbeiter des Bezirkssportbundes ermahnte nicht der CDU den “Scharzen Peter” zuzuschieben sondern es handele sich um Personenentscheidungen. Auch die Jugendstadträtin solle sich deutlicher engagieren.

One Comments

  1. Dr hc Stes van Thorsten sagt:

    Solche “Visionen” sind keine Politik oder Lokalpolitik. Das sind unternehmrische Denkweisen. Als Unternehmer kann ich mein Geld (ob vorhanden oder geliehen) in die Hand nehmen und aus der Halle gleich was tolles machen. Wenn ich aber Gelder freigegeben bekommen muss sieht das schon wieder anders aus.
    Wer einen Bezirk mit seiner Partei nah an den Ruin treibt sollte vielleicht kleine Brötchen backen. Oder folgen die gemachten Schulden einem Konzept? Schnell noch der CDU was unterschieben, Spandau solange es CDU geführt ist vom Senat verhungern lassen….

    Eines ist klar, sollten die Aussagen von Herrn Kessling tatsächlich so getroffen worden sein, muss verhindert werden, dass Herr Kessling wieder in die BVV Spandau einzieht.

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